karl Holtz

Unser Ort: bevölkerungsmäßig klein, kulturell aber oho!

Zum neuen Jahr drei weitere "Paukenschläge"! (s. DN-B 2/99 S. 21)
Es fing gut an, das neue Jahr, zumindest was die kulturellen Ereignisse in Bergholz-Rehbrücke betrifft. Drei Ausstellungseröffnungen im Januar! Und was das Interesse der Einwohner betrifft, so kann man sagen, daß es groß ist an solchen Möglichkeiten der Kommunikation.
Allein bei der ersten Eröffnung, Karl Holtz zum 100. Geburtstag, waren über 70 Besucher zu zählen.
Der schöne Laden gegenüber von Bäcker Holzvoigt in der Arthur-Scheunert-Allee, dem Ortsverein Bergholz-Rehbrücke e.V. kostenlos vom Eigentümer zur Verfügung gestellt, war so richtig schön voll, als wir mit dem Karikaturisten Harald Kretzschmar und dem Nachlaßverwalter Wolfgang U. Schütte den Geburtstag von Karl Holtz am 14. Januar (s.a. DN-B 12/98, 1,2/99) begingen.
Die Ausstellung, zustandegekommen durch die Hilfe des Karl-Holtz-Sammlers Bert Zoller, war 11 Tage geöffnet und fand, für unsere Verhältnisse, einen guten Zuspruch. Rund 240 Einzelbesucher kamen und 240 Schüler von Klasse 4 bis 10, worüber wir uns besonders gefreut haben. Die Schüler brachten eine große Aufgeschlossenheit mit und zeichneten z.T. an Ort und Stelle. Schade nur, daß die Zeit der Schulstunden sehr begrenzt war, denn man hätte gern noch etwas über Karl Holtz vermittelt, dessen Leben so bewegt war. Als zur Jahrhundertwende Geborener erlebte er zwei Kriege und zwei Diktaturen, die ihm, als wachen Zeitbeobachter, große Einschränkungen in seinem Leben brachten.
Das Karl-Holtz-Jahr 1999 sollte nicht vergehen, und natürlich auch die Zeit danach, uns nach unserer Stellung in der Gesellschaft selbst zu befragen und dieses auch der jungen Generation zu vermitteln, die, gottseidank, keinen Krieg am eigenen Leib kennt, keinen Hunger und keine Diktatur.
Der Ortsverein bemüht sich, nachträglich eine kleine Sammlung der ausgestellten Werke herauszugeben.
Vielen Dank allen, die mit gewirkt haben, Karl Holtz einen würdigen 100. Geburtstag zu gestalten: Dr. Georg Zoller, Idee; Bert Zoller, Buchmaterial; Siegfried Jahn, Konzeption; Uwe Jaeger, Plakat und Fotos; Ursula Schneider, Fotos; Dr. Hans-Joachim Rook für den Traditionsverein, Dokumente und Fotos; Herr und Frau O. Mundt, Bücher; REH-Grundstücksgesellschaft mbH & Co KG Dr. E. Haeckel, Ausstellungsraum; EMB Erdgas Mark Brandenburg, finanzielle Grundlage; Helmut Henning, Aufbau; Elektrobau W. Bidassek, Beleuchtung; Blumen-Götz, Blumendekoration; Glaserei J. Engelmann, ausstellungstechnische Hilfe; Schreiben Spielen Schenken Sabine Schultz, Unterstützung der Rahmung; Weinhandlung J. Döring; Amt Rehbrücke, W. Kettmann und M. Pozorski, Transport; Gesamtschule "Otto Nagel", Bestuhlung.
Wir freuen uns, daß diese Ausstellung zum Gedenken eines Rehbrücker Künstlers von so vielen Gemeindemitgliedern mitgetragen wurde.

Erika Haenel für den Ortsverein Bergholz-Rehbrücke e.V.