Karl Holtz
GALERIE IM SPEISESAAL
Karl Holtz
Ausstellung vom 15. Mai bis 30. Mai 1981 im
VEB Chemieanlagenbaukombinat Leipzig-Grimma
Katalog wie EXPOSITIONEN 2
Karl-Holtz
Ausstellung im Staatlichen Lindenau-Museum Altenburg
vom 5. Oktober bis 15. November 1981
Börsenblatt 148 (1981) Nummer 47, Seite 928-929
Katalogbearbeitung: Dieter Gleisberg, Helmar Penndorf: EXPOSITIONEN 2
Karl Holtz
Texte: Dieter Gleisberg, Helmar Penndorf Karl Holtz - Das frühe Werk 1918-1933 und Wolfgang U. Schütte Persönliche Erinnerungen an Karl Holtz
56 Seiten
Staatliches Lindenau-Museum Altenburg 1981

Die von Menschengedränge und lärmendem Verkehr, von Hast und Unruhe erfüllten Straßen der Viermillionenstadt Berlin bilden das eigentliche Thema des jungen Karl Holtz. Er zeichnet sie mit unerbittlicher Detailtreue, erfaßt sie weder hymnisch noch kontemplativ, weder summarisch wie die lmpressionisten Lesser Ury und Paul Paeschke, noch in apokalyptischen Visionen wie Ludwig Meidner. Auch George Grosz' Zynismus, dem die weltstädtische Ci­ty Schauplatz morbider Verkommenheit und Zielscheibe ätzender Gesellschaftskritik ist, bleibt ihm fremd, wiewohl er als Karikaturist anfänglich im Banne des Groszschen Federstriches steht. Holtz betrachtet zwar die eintönigen Fluchten der Mietskasernen durchaus nüchtern im Sinne der Neuen Sachlichkeit, aber mit unverhohlener Sympathie, ja solidarischem Mitgefühl für die Proletarier und Kleinen Leute, die sie bevölkerten.

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